Die große Riester Abzocke

Bis zum Dreifachen der staatlichen Förderung

Quelle: Gerd Altmann, Lizenz public domain CC0
Quelle: Gerd Altmann, Lizenz public domain CC0

 

kassieren clevere Versicherungsvertreter, wenn sie dem unbedarften Privatanleger eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen verkaufen! Der Staat kontrolliert das nicht - als die "Riesterrente" erfunden wurde, gab es noch nicht einmal einen Verbraucherschutzministerium.

 

 

Die meisten Leute merken erst nach einigen Jahren, für wen sich ihre Riester-Versicherung lohnt. Nämlich nicht für Sie, sondern für die Versicherungsvertreter. Und dass das Aussteigen teuer ist. Zumal die staatliche Förderungen dann auch futsch sind. Meist bleibt nur noch die Alternative, den Vertrag beitragsfrei zu stellen.

 

Es ist kein Zufall, dass ca. 70% aller Riesterverträge im teuren Versicherungsmantel daherkommen. Hier fällt am meisten Provisionen für die Verkäufer ab. Das Nachsehen haben die Verbraucher.

 

Dem Erfinder der Rente, Walter Riester mag's recht sein, er hat durch seine dubiosen geschäftlichen Verflechtungen mit dem berühmt-berüchtigten Strukturvertrieb AWD (der jetzigen Swiss Life Select) des Drückerkolonnen-Königs Carsten Maschmeyer gezeigt, dass er keine Probleme hat, wenn windige Provisionsjäger die Leute übers Ohr hauen.

 

Muss man die staatlich geförderte private Vorsorge so organisieren? Nein! Schweden macht es vor, wie man es besser machen kann. Seit 1998 existiert dort neben dem umlagefinanzierten Renten (Generationenvertrag; die jetzige Arbeitnehmergeneration zahlt die Renten der jetzigen Rentner) ein kapitalgedecktes System (jeder zahlt in seinen eigenen Rententopf für später), das ungleich besser als alle deutschen Ideen das Geld der Versicherten vermehrt. Die Kosten betragen mit 0.09 bis 0.15% pro Jahr nur einen Bruchteil der bei Riester Produkten anfallenden Gebühren.

 

Ich frage mich immer wieder darum deutsche Politiker das Rad immer wieder neu erfinden müssen, statt funktionierende Systeme aus anderen vergleichbaren Staaten ( evtl. mit Anpassungen an die deutschen Verhältnisse) zu übernehmen.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Thomas (Dienstag, 09 September 2014 11:46)

    In diesem Bereich muss einfach viel mehr Aufklärung stattfinden, denn wie hier schon erwähnt, viele erkennen viel zu spät, dass sich eine solche Investition nicht wirklich lohnt und bis dahin ist einfach viel Geld verloren gegangen.

  • #2

    Kelsie Hermanson (Donnerstag, 02 Februar 2017 14:53)


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  • #3

    Monte Buhl (Sonntag, 05 Februar 2017 21:54)


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